Zuerst besuchte E.A. Plischke die Vorbereitungsschule in der Fichtegasse, wo er unter anderen von Rudolf Larisch und Franz Cizek unterrichtet wurde. Durch die Zusammenarbeit seines Vaters mit der Kunsttischlerei M. Niedermoser & Sohn hatte er die Gelegenheit, dort ein Praktikum zu absolvieren.

Schließlich wurde er 1921 als Student in der Meisterklasse von Oskar Strnad an der Wiener Kunstgewerbeschule aufgenommen. Dort herrschte eine eher historisierende Atmosphäre städtischer Lebensform, anstatt der von Plischke erhofften Schlichtheit und Wärme seines Vorbildes Heinrich Tessenow. Das Zusammenprallen dieser beiden Welten ist in den Arbeiten des jungen E.A. Plischke erkennbar.

Im Jahr 1923 wurde E.A. Plischke dann an der Akademie der bildenden Künste am Schillerplatz in der Klasse von Peter Behrens aufgenommen. Die freie Atmosphäre und kosmopolitische Lockerheit in dieser Klasse stand ihm wesentlich näher als jene des „heimatlichen Kunstgewerbes“ in der Strnad Klasse. Sein Studium finanzierte er sich als Werkstudent und war unter anderem an der Planung des „Karl Marx-Hofes“ beteiligt.

Im Jahr 1925 zog E.A. Plischke in ein Atelier, das sich direkt neben dem Atelier seiner Schwester Grete und dem des Malers Max Frey – seinem langjährigen Jugendfreund und Mann von Grete – befand. Mit beiden verband ihn im Laufe der Jahre eine künstlerische Zusammenarbeit.

Mit dem Meisterschulpreis schloß er 1926 sein Studium ab und begann in Peter Behrens Privatbüro mitzuarbeiten. Mit dem im Jahr 1927 erschienenen Buch „Vers une Architecture“ von Le Corbusier war die Zeit der neuen Architektur angebrochen. Im gleichen Jahr wechselte er in das Büro J. Frank.

Mit der Gestaltung der Inneneinrichtung der Wohnung von Lucie Rie im Jahr 1928 setzte E.A. Plischke seinen ersten großen Auftrag um – es gelang es ihm dadurch, sich als Architekt selbständig zu machen.